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Warum das BONDING so wichtig ist

Das Bonding ist der emotionale Abschluss der Geburt.

 

Wenn das Baby gleich nach der Geburt auf dem Bauch der Mutter liegt, kann es sich durch den Herzschlag der Mutter entspannen und sich emotional stabilisieren.

 

Normalerweise findet das Bonding innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt statt. Kann dies aus beispielsweise medizinischen Gründen nicht geschehen, kann dies auch noch später nachgeholt werden.

 

Gerade erlebe ich es bei Coachings sehr oft, dass das Bonding nicht stattgefunden hat oder meist nicht auf allen Ebenen.

 

Oft kommt es vor, dass das Bonding zwar rein körperlich stattgefunden hat, aber die Mutter beispielsweise von der Geburt noch so gestresst oder blockiert war, dass sie die Bindung zu ihrem Baby gar nicht gleich genießen konnte.


Die Mütter erzählen mir dann oft, dass sie sich deswegen schämen, da sie doch ihr Kind lieben, es aber nicht gleich spüren und annehmen konnten.

 

Bei einem Kaiserschnitt haben die Mütter meist nicht gleich die Gelegenheit ihr Baby in die Arme zu schließen, da sie noch von Schläuchen und Apparaten umgeben sind, dann übernimmt das oft der Vater.

 

Jedoch ist es für das Baby meines Erachtens sehr wichtig, dass das Bonding mit der Mutter dann noch nachgeholt wird, da ihr Herzschlag dem Baby über Monate hinweg vertraut war und sich das Baby hierdurch entspannen und emotional stabilisieren kann.

 

Das Bonding ist notwendig um später im Leben Beziehungen eingehen zu können. Damit man im Leben Liebe geben und auch Liebe annehmen kann.

Beziehungen eingehen  -  Liebe Geben  -  Liebe annehmen

Oft erlebe ich, dass das Bonding bei der Geburt der Mutter selbst nicht auf allen Ebenen integriert wurde und daher dann bei der Geburt der eigenen Kinder das Bonding nicht auf allen Ebenen stattfinden konnte.

 

Früher waren Hausgeburten normal. Ich kann mir vorstellen, dass die Babys nach der Geburt erst mal bei der Mutter auf den Bauch gelegt wurden. Das Bonding war somit etwas ganz selbstverständliches.

Dann kamen die Geburten im Krankenhaus, da war es erst mal Mode, dass die Babys nach der Erstuntersuchung gleich ins Kinderzimmer kamen und den Müttern nur zum Stillen gebracht wurden.

Noch dazu kam, dass das Stillen damals verpönt war und man den Müttern riet, den Babys lieber die Flasche zu geben.

 

Aua…

 

Was ist somit passiert?

 

Kann es sein, dass somit eine Generation entstand, der es schwer fällt Beziehungen einzugehen, beziehungsweise Liebe zu geben und auch anzunehmen.

 

Schade dabei ist, dass erfahrungsgemäß oft auch diese Mütter, beim Bonding bei ihren Kindern dieses nicht genießen und auf allen Ebenen stattfinden lassen können. Außer sie haben dieses Thema für sich schon gelöst.

 


Heutzutage wird wieder in immer mehr Krankenhäusern auf das Bonding Wert gelegt. Auch die Hebammen und Stillberaterinnen sensibilisieren die Mütter immer mehr zu diesem Thema. Oft holen sie es mit den Müttern und ihren Babys nach, wenn dies aufgrund von Komplikationen während der Geburt nicht möglich war.

 

Die gute Nachricht ist, dass wir durch das Lösen der Themen am Ursprung das Bonding jederzeit nachholen können.

 

Immer wieder erlebe ich in Coachings Kinder oder auch Erwachsene bei denen das Bonding beim kinesiologischen Test Stress anzeigt.

 

Wenn ich dann austeste, haben meist auch die Mütter und oft auch die Großmütter beim Bonding schon Stress. Oft reicht es, wenn wir an die Mutter oder Großmutter oder die Ahnenreihe der Mutter ein Geschenk in Form einer Energie reingeben dürfen. In anderen Fällen dürfen wir vorher noch genauer hinschauen und Themen dazu lösen.

 

Es ist jedes mal wieder spannend zu forschen um das Bonding zu harmonisieren.

 

Und das allerschönste sind dann die Rückmeldungen, dass auf einmal Liebe gelebt werden darf, dass nun wieder eine herzliche Verbindung zu den Eltern besteht, dass man die Eltern auf einmal wieder in den Arm nehmen kann, was Jahre davor nicht möglich war. Ängste verschwinden, der Selbstwert steigt und oft kehrt viel mehr Ruhe und Vertrauen ins Leben ein.

 

Einfach schön 😊

 

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Wenn du Fragen hast, schreibe mich gerne an.

 

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Kommentare: 4
  • #4

    Melanie (Sonntag, 23 September 2018 21:58)

    Liebe Stefanie,
    Danke für dein Interesse.
    Sowohl Kinder als auch Erwachsene kommen in meine Coachings.
    Die frühkindlichen Reflexe lassen sich in jedem Alter noch hemmen oder integrieren. Es ist sooo spannend was man durch das Lösen der Blockaden alles öffnen darf.
    Ich bin jedes mal auf´s neue fasziniert. :-)

  • #3

    Melanie (Sonntag, 23 September 2018 21:54)

    Danke liebe Heike für die lieben Worte.
    Ich stelle in den Coachings immer wieder fest, wie wichtig es ist, das Bonding wirklich nachzuholen, egal in welchem Alter.. und es ist sooo schön, wenn dann Rückmeldungen kommen, dass sich die Beziehung zu den Eltern, den eigenen Kindern und auch Partnerschaften auf einmal ganz anders und intensiver anfühlen.. sie viel mehr Gefühle zulassen dürfen.. Einfach schön :-)

  • #2

    Stefanie Wißmer (Sonntag, 23 September 2018 18:22)

    Liebe Melanie,
    das ist ja ein interessanter Artikel. Arbeitest Du zu dem Thema nur mit Kindern oder auch Erwachsenen? Ich bin über den Begriff "Bonding" auf Deinen Artikel aufmerksam geworden, weil ich dem schon mal begegnet bin, aber in einem anderen Zusammenhang. Sehr spannend.

  • #1

    Heike Kaster (Sonntag, 23 September 2018 16:51)

    Vielen Dank für deinen wertvollen Beitrag. Ich hatte vor 20 Jahren zwei Mal einen Kaiserschnitt mit Vollnarkose. Damals wurde auf so etwas noch keinen Wert gelegt. Wir hatten allerdings das Glück, dass die Kinder nach dem "Saubermachen" meinem Mann in den Arm gelegt wurden und er Zeit mit ihnen verbringen konnte. Ich kann mir auf Grund deines Beitrages vorstellen, wie immens wichtig das Bonding für die Beziehung zwischen Mutter und Kind für beide Seiten ist. Danke schön. Ich werde es auf jeden Fall weiter erzählen.